Fressen Lieben Kotzen

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ein Monolog von Cornelia Gellrich – Themenabend zu Essstörungen

 

Spiel: Jacob Bergmann, Hannah Jaitner

Regie: Clara Helfmann

Video: Ole Helfmann

Wer kennt ihn nicht, den Kampf mit dem Gewicht? Oder den Gang auf die Waage in der Hoffnung, sie zeigt weniger an, als beim letzten Mal? Ein Tag mit allen Höhen und Tiefen der Mager- und Fresssucht. Das Nicht- Aufstehen-Wollen. Das Sich-Hassen. Weil da irgendwo an dem verdammten Körper noch ein verfluchtes Gramm Fett sein könnte. Weil – verdammt! – auf der Waage keine Vier vorne steht. Sich zu dick zu finden, obwohl man dünn ist. Und sich dann zu foltern. Zu foltern durch hungern, durch terroristische Selbstüberwachung. Das zweite Problem: die unerfüllte Sehnsucht nach Liebe. Die Überfixierung auf einen Partner, die völlige Abhängigkeit, das Betteln um Liebesbeweise, die nie genug sein können. Auch die Liebe ist hier ein pathologischer Zustand, eine Sucht. Und dann das dritte Stadium: Sich voll stopfen. Alle errichteten Tabus niederreißen, fressen bis zum Gehtnichtmehr. Und dann Schuldgefühle. Alles wieder raus. Sich erbrechen bis zum inneren Leerstand. Und alles beginnt wieder von vorne.

Quelle:  Theater Verlag Desch

Woran erkenne ich, ob ich oder jemand in meiner Umgebung eine Essstörung hat? Welche Essstörungen gibt es? Wie kann ich mir oder anderen helfen, wenn sie betroffen sind? Welche Folgen haben Essstörungen? Essstörungen sind ein großes und immer größer werdendes Problem – bei Frauen wie Männern! – mit dem sich jeder auseinandersetzen sollte.

Mit unserem Projekt möchten wir einen Beitrag dazu leisten, einen gesunden Umgang mit Essen und Gewicht zu finden und ein gesundes Schönheitsempfinden vermitteln.

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Über die Autorin:

Cornelia Gellrich wurde 1980 in Lörrach geboren. Im Jahr 1999 begann sie ihr Studium für Theaterwissenschaften und Philosophie in Wien, ab 2002 in Berlin. Ihre Magisterarbeit über Theater im Gefängnis schloss sie im Jahr 2006 ab. Nach erfolgreicher Beendigung ihres Studiums arbeitete sie als Regieassistentin an verschiedenen Theatern in Österreich und Deutschland, so beispielsweise bei Hans Kresnik, Martin Kusej und Philip Harnoncourt. Seit 2004 ist sie in Berlin bei der Theatergruppe „Maskontryn“ als Dramaturgin tätig und ist Mitglied der Arbeitsgruppe Junger Autoren. Ebenfalls arbeitet sie als freie Autorin unter anderem für die Berliner Zeitung, die taz, theaterforschung.de und die Junge Welt. Weiterhin wirkt sie seit 2007 bei der Lesebühne „Splittagruppe“ mit.

Quelle: Theaterkosmos

Danke an unsere Sponsoren und Unterstützer

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